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SPD Ortsverein March

Neues Gewerbegebiet für Hugstetten?

Kommunalpolitik


Mögliche Erweiterung des Gewerbegebiets Hugstetten

Antrag auf Prüfung der Möglichkeit der Erweiterung des Gewerbegebietes In Hugstetten im Rahmen des geplanten Gemeindeentwicklungskonzepts

Problem:

 

In den umliegenden Gemeinden entstehen auf Grund der guten Wirtschaftslage blühende Gewerbegebiete. An der Gemeinde March ist diese Entwicklung bisher vorbeigegangen. Das einzige durchführbare Gewerbegebiet „Neufeld“ ist seit Jahren strittig. Ob es überhaupt je realisiert wird, und ob dann auch Gelände für einheimische Firmen angeboten werden kann, ist fraglich. Verzögert wird der Bau des Gewerbegebietes durch das Regierungspräsidium Freiburg, das die Planungen für den strittigen Tank- und Rastanlage bei Holzhausen noch nicht fertig gestellt hat. Der Gemeinde ist durch diese Verzögerung durch den Ausfall von Gewerbesteuern bereits ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden.

 

Die Gemeinde braucht unter anderem für den Bau der Gemeinschaftsschule und für den Bereich Kindergärten in nächster Zeit größere Geldmittel. Deshalb muss nach neuen Geldquellen gesucht werden. Eine Möglichkeit besteht in der Ausweisung von Gewerbegebieten, die Gewerbesteuer abwerfen. Eine solche Planung braucht längere Zeit und sollte deshalb bereits jetzt angestoßen werden. Von der SPD-Gemeinderatsfraktion wird vorgeschlagen, zu prüfen, ob das bestehende Gewerbegebiet von Hugstetten erweitert werden kann.

 

Der Erweiterung des Gewerbegebietes stehen zwei Schutzgebiete entgegen:

  • das Wasserschutzgebiet für die beiden Hugstetter Brunnen

  • das Landschaftsschutzgebiet Dreisamniederung

Hinzu kommt, dass Teile des vorgeschlagenen Gebietes im Hochwasserschutzgebiet Extremhochwasser (HQextrem) liegt.

 

 

  • Wasserschutzgebiet der Brunnen:

 

Das Wasserfest für die neuen Brunnen fand am 14./15. August 1954 statt.

Der Plan, Anl. 1, stammt aus dem Jahr 1971. Im Plan ist kein Gewerbegebiet eingetragen.

Wie aus Anl. 2 zu ersehen ist, ist die Weitere Zone des Wasserschutzgebiets (WZ) zum großen Teil mit Gebäuden und Anlagen des Gewerbegebietes Hugstetten bebaut. Eine Bebauung dieser Zone (entspricht nach heutigen Bestimmungen der der Zone IIIA) ist normalerweise nicht möglich, da die Gefährdung, die von einem solchen Gewerbegebiet auf das Grundwasser ausgeht, nicht unerheblich ist. Die Betriebe dürften dementsprechend hohe Umweltauflagen auferlegt bekommen haben.

Die nach dem Bau der Brunnen gebaute neue Straße nach Umkirch führt unmittelbar an den Brunnen vorbei und durchschneidet die Engere Zone (EZ, Entspricht nach heutiger Wasserschutzgebietsverordnung der Zone II). Auch diese Straße, die so heute nicht mehr gebaut werden dürfte, stellt eine latente Gefährdung der Brunnen dar.

Der Brunnen III wurde 1990 im Hugstetter Wald gebaut, um einen Brunnen oberstromig des Gewerbegebietes zu haben, damit bei einem möglichen Schadensfall im Gewerbegebiet die Wasserversorgung zumindest teilweise aufrecht erhalten werden kann.

 

Die hier aufgeführten Argumente genügen, um prinzipiell über eine Verlagerung der Wasserversorgung nachzudenken. Es dürften etwa 20 l/s gebraucht werden. Mittelfristig ist ein neuer Brunnen bereits vorgesehen (vgl. Artikel in der BZ vom 29. August 2018: „So sorgt March für fisches Wasser“.).

 

Bei einer Verlagerung der Wasserversorgung muss das bestehende Wasserschutzgebiet aufgelöst werden. Somit entfallen die entsprechenden Schutzbestimmungen für die Betriebe. Die Nutzung einiger zurzeit beinahe brachliegender Grundstücke im Gewerbegebiet ist dann zwangsläufig attraktiver.

 

Eine Verlagerung der Wasserversorgung ist mit erheblichen Kosten verbunden. Folgende Möglichkeiten sind denkbar:

 

1. Neubau eines Brunnens in der Nähe des Brunnens III.

Hier kann auf die Untersuchungen, die für den Brunnen III gemacht wurden, aufgebaut werden. Ein hydrogeologisches Gutachten wird hierzu benötigt.

 

2. Man schließt sich mit der Nachbargemeinde Umkirch zusammen und versucht eine gemeinsame Wasserversorgung aufzubauen.

Die bestehenden Brunnen, zumindest der ergiebigere Brunnen, kann zur Notversorgung und Löschwasserversorgung beibehalten werden.

 

3. Versorgung durch Badenova.

Zu klären ist, ob die bestehende von Hochdorf nach March genügend Wasser liefern kann. Eventuell könnte die Wasserversorgung eine neue größere Leitung erfolgen.

 

 

  • Landschaftsschutzgebiet Dreisamniederung:

 

Nach der Aufhebung des Wasserschutzgebietes stellt das Landschaftsschutzgebiet ein weiteres Hindernis für die Erweiterung dar. Die Erweiterungsfläche wurde in die Teile I und II (Anlage II, Vorschlag ist variierbar) unterteilt. Bei der Erweiterungsfläche I handelt es sich um eine Arrondierung des bestehenden Gewerbegebietes. Es ist nur eine relativ kleine Fläche zwischen Gewerbegebiet und Straße nach Umkirch betroffen. Die Fläche ist derzeit Maisacker und Wiese. Es ist schon deshalb zu bezweifeln, ob diese Fläche schutzwürdig ist.

Wünschenswert wäre die Erweiterung um die Fläche II, die vom Landschaftsschutzgebiet abgedeckt wird.

 

  • Finanzierung:

 

Einige Flächen des Wasserschutzgebietes in der unmittelbaren Nähe Brunnen gehören der Gemeinde March. Diese Flächen könnten nach Aufhebung des Wasserschutzgebietes von der Gemeinde March in Bau- und Gewerbegebiet umgewidmet und verkauft werden. Inwieweit weitere Flächen der Gemeinde gehören, muss geprüft werden. Somit kann zumindest ein Teil des Umbaus der Wasserversorgung finanziert werden.

 

  • Vorteile des Vorschlags:

 

  • Das Gelände dürfte leicht zu erschließen sein.

  • Es entsteht durch die Erweiterung keine großflächige Lärmbelästigung von Wohnbaugebieten (Pufferzone zum Bemmenstein nötig).

  • Es besteht eine exzellente Anbindung an die Autobahn. Somit entstehen für den Ort kaum Belästigungen durch zusätzlichen Verkehr.

  • Günstige Lage in der Nähe der S-Bahn

  • Zukünftig kann die Gemeinde zusätzliche Gewerbesteuer erhalten.

 

Eine Machbarkeitsstudie dürfte rasch durchführbar sein. Die Umsetzung dürfte längere Zeit dauern.

 

 

 

 

Anlagen:

 

1. Plan des Wasserschutzgebiets mit Vorschlag für die Erweiterung des Gewerbegebietes. Da es sich um einen alten Gemarkungsplan handelt, auf dem die heutige Straße nach Umkirch und die bestehenden Gebäude des Gewerbegebietes nicht eingetragen sind, können im Detail Ungenauigkeiten in der Umgrenzung auftreten.

Plan von 1955 über das Trinkwasserschutzgebiet

2. Plan aus Google Earth mit der Erweiterung des Gewerbegebietes.

Google Maps View mit eingezeichnetem Gewerbegebiet

 

 

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Gemeinderat March

Claudia Probst                

Joachim Herbstritt           

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Ortschaftsrat Buchheim

Tanna Franz                   

Karl-Heinz Faller             

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Ortschaftsrat Hugstetten

Claudia Probst                

 

LANDTAG WAHLKREIS 47

Gabi Rolland                

 

BUNDESTAG WAHLKREIS 281

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Evelyne Gebhardt   

Peter Simon          

 

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